Wilde Tiere häkeln
Von Beate Hilbig
“Wilde Tiere häkeln” ist eines meiner Lieblingshäkelbücher. Eigentlich trägt dieses die Hauptschuld an meiner ausgebrochenen Häkeltiersucht. Insgesamt werden in diesem Topp-Handarbeiten-Heftchen elf Häkeltiere vorgestellt, namentlich Krokodil, Känguruh (ja, sogar mit kleinem Baby im Beutel
), Nilpferd, Chamäleon, Koala, Gibbon-Äffchen, Faultier, Sibirischer Tiger, Panda, Seepferdchen und Orca. Und hier kann man wirklich sagen, eines ist hübscher als das andere! Hierbei fallen sämtliche Tiere recht groß aus, sodass man richtige Kuscheltiere häkelt! Zusätzlich werden die meisten Tiere mit Effektgarn, also Kuschel- oder Fransengarn gearbeitet, welches ihnen ein überraschend realistisches Aussehen verleiht. Die Tiere werden alle sehr detailliert beschrieben und teils mit viel Liebe zum Detail. Die Anleitungen sind sehr verständlich gearbeitet. Allerdings gibt es auch bei 1-2 Tierchen schon mal eine Zunahmevorschrift, über die man zweimal nachdenken muss, aber dass ist wie gesagt die Ausnahme! Auch in diesem Buch kommt man größtenteils mit festen Maschen aus, nur vereinzelt kommen zum Beispiel bei den Chamäleonhänden Stäbchen oder ähnliches zum Tragen. Die Tiere werden in Spiralrunden gehäkelt, welches meiner Meinung nach wesentlich einfacher für Einsteiger ist als nach ejder Runde zu wenden. Außerdem gibt es auch einen schöneren Maschenverlauf. Wie in den meisten Handarbeitsbüchern, gibt es auch hier einen kurzen “Theorieteil” für Einsteiger, worin die Grundlagen der im Buch verwendeten Häkeltechniken kurz und bebildert erläutert werden. Aber auch hier gilt, feste Maschen sollte man schon können, aber zur Not wird auch das hier noch einmal erklärt.
Die Verarbeitung von Effektgarn ist vielleicht anfangs etwas schwierig, da man oft die Maschen nicht genau erkennt, aber wider Erwarten komme ich besser damit klar, als gedacht. Und im Prinzip spricht ja auch nichts dagegen, die Tiere mit normalen Garn zu gestalten. Nützlich ist hierbei auch die Mengenangabe von Garn, die für das jeweilige Tierchen benötigt wird. Allerdings sollte man sich nicht immer absolut darauf verlassen. Da dies bei einigen Tieren schon sehr knapp berechnet ist. Für den Tiger habe ich beispielsweise wesentlcih mehr gebraucht, für das Faultier allerdings wesentlich weniger… Offenbar hängt das auch sehr stark von dem jeweiligen Häkelstil ab, ob man feste oder locker häkelt. Dieses sollte man auch einberechnen, wenn man von dem vorgegebenen Garn abweicht, aber das gilt ja generell eh immer ![]()
Das Heftchen ist im Handel für 7,90 € erhältlich, was auf den ersten Blick etwas teuer erscheint, weil es wie gesagt wirklcih nur ein DIN A5 großes Heft ist, aber es lohnt sich trotzdem auf jeden Fall! Ich habe mittlerweile alle Tiere durchgehäkelt und das teils in verschiedenen Variationen. So lassen sich viele Anleitungen einfach für andere Tiere modifizieren.
Fazit:
Dieses Buch ist wirklich absolut empfehlenswert. Es stellt eine sehr gute Auswahl an wilden – und erstaunlich einfach zu machenden – Tieren vor, sodass es auch für Anfänger geeignet ist. So hat man selber nicht nur viel Freude bei der Anfertigung der Tiere, sondern beglückt auch seinen ganzen Familien- und Freundeskreis nach und nach mit Tieren. Aber vorsicht, verschenkt man einmal eins, wollen natürlich gleich alle eins…